Warum Saunabesuche derzeit so angesagt sind (und Sie es auch sein sollten)
Warum wir alle über Saunen reden
Wer vor Kurzem in der Sauna war, kennt das Gefühl: Die Schultern sinken, die Gedanken kommen zur Ruhe und alles beruhigt sich. Tatsächlich gibt es wissenschaftliche Erklärungen dafür, warum diese zwanzig Minuten in der Hitze den ganzen Tag verändern können.
Neben der Entspannung kann die regelmäßige Nutzung der Sauna laut aktuellen Forschungsergebnissen die Herzgesundheit und das Immunsystem unterstützen, die Erholung nach dem Sport beschleunigen und Stresssymptome nachweislich reduzieren.
Finde deine Wärme: Die verschiedenen Saunaarten
Traditionelle finnische Sauna
Der Klassiker, so wie die meisten Menschen sich eine Sauna vorstellen: Trockene Hitze zwischen 80 und 90 °C, mit der Möglichkeit, Wasser auf heiße Steine zu gießen, um einen kurzen Dampfstoß zu erhalten. Sie wirkt intensiv und belebend – perfekt für ein tiefes, reinigendes Schwitzen. Die meisten Fitnessstudio-Saunen sind so ausgestattet.
Infrarotsauna
Sanfter als herkömmliche Saunen, mit niedrigeren Temperaturen, die dennoch effektiv sind. Infrarot erwärmt Ihren Körper direkt, anstatt die Umgebungsluft zu erhitzen. Dadurch ist es ideal für die Muskelregeneration und einen besseren Schlaf. Diese Art der Sauna ist bei regelmäßigen Nutzern besonders beliebt.
Rauchsauna
Eine der ältesten Saunaformen, die in Finnland nach wie vor sehr beliebt ist. Die Wärme ist angenehm und gleichmäßig, begleitet von einem sanften, holzigen Aroma, das durch den Rauchprozess entsteht. Wenn Sie jemals die Gelegenheit haben, eine authentische Rauchsauna zu besuchen, sollten Sie sie unbedingt nutzen.
Ozonsauna
Eine moderne Variante kombiniert Wärmetherapie mit Sauerstoff. Man findet sie in Kliniken für Langlebigkeit und in Biohacking-Studios, wo sie zur Förderung der Durchblutung und zur Hautpflege eingesetzt werden. Sie ist noch ein Nischenprodukt, erfreut sich aber wachsender Beliebtheit.
Dampfbad
Streng genommen ist es keine Sauna, aber dennoch erwähnenswert, da es sich hervorragend mit einer Sauna kombinieren lässt. Die feuchte Wärme wirkt unglaublich wohltuend auf Haut und Atemwege. Viele Menschen wechseln im Rahmen ihrer täglichen Routine zwischen der trockenen Hitze der Sauna und der Feuchtigkeit des Dampfbads ab.
Was die Forschung tatsächlich aussagt (und warum das wichtig ist)
Die meisten fundierten Studien stammen aus Finnland, wo der Kardiologe Dr. Jari Laukkanen seit Jahrzehnten traditionelle Saunen erforscht. Wichtig ist: Diese wegweisenden Studien konzentrierten sich auf traditionelle finnische Saunen mit einer Betriebstemperatur von 80–90 °C, nicht auf Infrarotsaunen oder andere Saunatypen. Obwohl neuere Forschungsergebnisse darauf hindeuten, dass auch andere Saunatypen Vorteile bieten, ist die wissenschaftliche Evidenzbasis für traditionelle Wärmesaunen am stärksten.
Seine Langzeitstudie begleitete Tausende von Menschen und ergab, dass regelmäßige Saunabesuche (vier- bis siebenmal pro Woche) mit Folgendem in Zusammenhang standen:
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63 % geringeres Risiko für plötzlichen Herztod
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50 % geringeres Risiko für tödliche Herz-Kreislauf-Erkrankungen
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Verbesserter Blutdruck und verbesserte Gefäßgesundheit
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Bessere Durchblutung im gesamten Körper
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Das Risiko für Demenz und Alzheimer wird um über 60 % reduziert (bei viermaliger Anwendung pro Woche).
Die Biomedizinerin Dr. Rhonda Patrick hat untersucht, wie die Nutzung von Saunen die Menge an Hitzeschockproteinen erhöht, was verschiedene gesundheitliche Vorteile mit sich bringt, von der Verhinderung der Plaquebildung im Zusammenhang mit neurodegenerativen Erkrankungen bis hin zur Unterstützung der Muskelregeneration.
Das sind keine geringfügigen Unterschiede. Wir sprechen hier von wirklich signifikanten Schutzeffekten durch etwas so Simples wie das Sitzen in der Hitze.
Wie lange sollte man tatsächlich zu Hause bleiben?
Sauna-Neulinge sollten mit zehn bis fünfzehn Minuten beginnen. Sobald man sich an die Hitze gewöhnt hat, bleiben die meisten regelmäßigen Saunagänger etwa zwanzig Minuten und wiederholen den Vorgang gegebenenfalls zweimal, unterbrochen von einer kurzen Abdusche oder einem Bad in kühlem Wasser.
Studien legen nahe, dass zwei bis vier Saunabesuche pro Woche die besten Langzeitergebnisse erzielen. Bei regelmäßigem Training ist der richtige Zeitpunkt entscheidend: Nutzen Sie die Sauna nach dem Training, nicht davor. So unterstützen Sie die Regeneration, ohne Ihr Training zu beeinträchtigen.
Die Frage der Hydratation
Saunagänge führen zu starkem Schwitzen, daher ist ausreichende Flüssigkeitszufuhr unerlässlich. Trinken Sie vor und nach dem Saunagang Wasser. Bei regelmäßigen Saunabesuchen, insbesondere mehrmals pro Woche, empfiehlt sich die Einnahme von Elektrolyten – vor allem Natrium, Kalium und Magnesium. Diese Mineralstoffe gleichen den durch das Schwitzen verursachten Verlust aus und tragen zu einer gesunden Durchblutung und einem hohen Energieniveau bei.
Sollte man während des Saunagangs Wasser trinken? Während moderne Empfehlungen oft raten, Wasser mitzubringen und nach Bedarf zu trinken, empfiehlt die traditionelle Saunakultur, damit bis nach dem Saunagang zu warten. Die Theorie dahinter ist, dass der Körper während des Saunagangs mit der vorhandenen Flüssigkeit Giftstoffe ausscheiden sollte und zusätzliche Flüssigkeit diesen Prozess stören kann. Die meisten Experten sind sich einig, dass man, falls man während des Saunagangs trinkt, lieber kleine Schlucke als große Mengen trinken sollte.
Eine Regel ist unumstößlich: Vermeiden Sie Alkohol vor und nach dem Saunagang. Er beeinträchtigt die Fähigkeit Ihres Körpers, die Temperatur zu regulieren, und erhöht das Risiko der Dehydrierung.
Warum Sie vielleicht einen Saunahut ausprobieren möchten
Eine Saunamütze aus Filz mag zwar ungewöhnlich aussehen, erfüllt aber einen wichtigen Zweck. Sie isoliert gegen die aufsteigende Hitze, hält den Kopf kühler und sorgt für eine gleichmäßigere Erwärmung. Dadurch wird der Saunagang angenehmer und man kann länger in der Sauna bleiben.
Es kann auch dazu beitragen, Ihre Kopfhaut und Ihr Haar vor der Hitze zu schützen.
Wenn Saunen nicht das Richtige für Sie sind
Saunabesuche sind für die meisten gesunden Erwachsenen unbedenklich, es gibt jedoch einige wichtige Ausnahmen. Bei instabiler Angina pectoris, einem kürzlich erlittenen Herzinfarkt oder einer schweren Aortenstenose sollten Sie die Sauna meiden. Schwangere Frauen sollten vor der ersten Saunabenutzung ihren Arzt konsultieren, insbesondere im ersten Trimester. Auch bei Fieber ist von Saunabesuchen abzuraten. Personen mit Erkrankungen, die das Schwitzen beeinträchtigen, wie beispielsweise Multiple Sklerose oder Diabetes mit Neuropathie, sollten vorab ihren Arzt konsultieren. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihren Hausarzt, bevor Sie regelmäßig in die Sauna gehen.
Verbessern Sie Ihr Erlebnis mit Trockenbürsten
Das Trockenbürsten ist eine uralte Technik, die seit Jahrhunderten in Kulturen von Ägypten bis Indien angewendet wird. Dabei wird eine Naturborstenbürste in sanften, aufwärts gerichteten Strichen in Richtung Herz über die trockene Haut geführt.
Trockenbürsten vor dem Saunagang regt das Lymphsystem an, das für den Abtransport von Abfallstoffen und Giftstoffen aus dem Körper verantwortlich ist. Durch das Trockenbürsten vor dem Saunagang werden abgestorbene Hautschüppchen entfernt, die Poren befreit und die Durchblutung angeregt. So kann der Körper beim Einwirken der Hitze effektiver schwitzen und Giftstoffe ausscheiden.
Nehmen Sie sich vor Ihrem Saunagang ein paar Minuten Zeit und bürsten Sie sich mit langen, streichenden Bewegungen von den Füßen aufwärts. Bürsten Sie Ihren Bauch in kreisenden Bewegungen und Ihre Arme in Richtung Achselhöhlen, da sich dort die Lymphknoten konzentrieren. Sparen Sie empfindliche Bereiche wie Ihr Gesicht und die zarte Haut um Ihre Brustwarzen aus.
Nach dem Saunagang sollten Sie Ihre Haut nicht trocken bürsten. Ihre Poren sind bereits geöffnet, Ihre Haut ist warm und möglicherweise empfindlich. Bürsten kann in diesem Zustand zu Hautreizungen führen oder Schmutzpartikel in die Haut einarbeiten.
Ein Moment für dich
Ein weiterer Faktor für die wachsende Beliebtheit von Saunen ist sicherlich, dass sie zu einer Auszeit zwingen. Ohne die Möglichkeit, aufs Handy zu schauen und ohne Eile, kommen die Gedanken zur Ruhe und das gesamte Nervensystem kann sich erholen.
Was tun mit verschwitzter Kleidung oder nassem Badeanzug nach der Sauna? Ganz einfach: in eine La Pochette Wet Bag oder Aqua Bag . Absolut wasserdicht – so bleiben alles trocken, es entstehen keine Gerüche und Plastiktüten sind überflüssig.













